Kommunikation

SkipperCard bietet Unterstützung aus der Ferne – dies erfordert eine sichere Kommunikation und Datenübertragung. In den letzten Jahren hat sich die Qualität des Mobilfunkempfanges in Küstennähe stark verbessert. Das klassische UKW-Funkgerät wird meist nur mehr über kurze Entfernungen („Ship to Ship“) eingesetzt. Häufig, um sich vor dem Einlaufen beim Hafenmeister anzumelden. Mobiltelefonie ist daher für viele Skipper das Mittel der Wahl, meist ist auch passabler Internetempfang möglich. In Küstennähe empfehlen wir daher, ganz herkömmlich das Mobiltelefon zu nutzen. Mit dieser Technologie sind wir auch in der Lage, über eine spezielle APP („VEX“) ein Videotelefonat zu führen, sodass wir mit Auge und Ohr an der Problemstelle sein können.

Auf hoher See sind wir auf Kommunikation via Satelliten-Telefon angewiesen. Derartige Geräte sind übrigens seit einigen Jahren bereits für FB3 (küstennahe Fahrt, bis 200sm von der Küste) gemäß der Ausrüstungsliste FB3 vorgeschrieben. Auf diese Weise ist es möglich, mündlich und schriftlich zu kommunizieren. Um bestmögliche Unterstützung zu bieten, dient wiederum Ihre „Yachtvita“ als Hintergrundinformation zu persönlichen Daten und Daten der Yacht. So können wir Ihre Situation rasch und richtig einschätzen und die entsprechenden Maßnahmen setzen.

Ein Satellitentelefon können Sie – für die Lange Reise – kaufen, oder auch mieten. Wir beraten Sie gerne! Zu den am Markt vertretenen Systemen finden Sie heir eine kurze Info, um die Auswahl des für Ihre Zwecke richtigen Systems zu erleichtern:

Satellitenkommunikation Stand 2018

Die Satellitenkommunikation ist mittlerweile eine nicht mehr nur leistbare Alternative zum Funk in abgelegenen Gebieten, vielmehr ist  sie dabei diesen bis auf einige Einsatzszenarien  vollständig abzulösen.  Alle Telefone können  über Prepaidkarten aufgeladen oder über Festverträge benutzt werden .  SMS an Satphones sind über Internet gratis. Die Minutengebühren betragen je nach Anbieter zwischen 70 Cent und 2 EUR. Eine Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Satellitennetzen kostet 3 bis 6 EUR pro Minute.

 

 

Fast alle Geräte können gegen geringe Gebühren ausgeliehen und somit einmal ausprobiert werden (Miete ist pro Tag/Woche/Monat möglich). Ein Inmarsat Leihgerät kostet pro Monat ca. 140.- EUR. Dazu kommt noch die Prepaidkarte welche üblicherweise mit 100 Einheiten gekauft wird ( ca. 95EUR.-). Leihgeräte werden direkt an den Kunden versandt. Wir arbeiten mit erfahrenen Partnern zusammen, die gerne für Fragen zur Verfügung stehen:

Bei einer Anschaffung ist zu beachten, dass in Zukunft auch die Datenübertragung über Satellit eine wichtige Rolle spielen wird.

Folgende Systeme sind am Markt  verfügbar:

Thuraya / Inmarsat / Globalstar / Iridium

 

Iridium:

66 Geostationäre erdnahe Satelliten garantieren eine globale Abdeckung. Die Anschaffungskosten liegen zwischen 800.- und 1300.- EUR. Angerufen werden ist kostenlos für den Empfänger, allerdings sind die laufenden Kosten und Minutengebühren die Höchsten von allen Netzen. Die Minutengebühren betragen ca 1,40.-EUR pro Minute. Um die Simkarte am Leben zu erhalten müssen jährlich mindestens 500 Einheiten ( 650.-EUR) geladen werden. Die Datenübertragungsrate ist noch sehr langsam, was sich in den nächsten Jahren durch einen Systemausbau allerdings ändern soll. Iridium ist das einzige Netz, welches auch die Polkappen abdeckt. Die Sprachqualität ist in gemäßigten Breitengraden bei Thuraya und Inmarsat allerdings etwas besser. Der Anruf auf ein Iridium Satellitentelefon aus dem deutschen Festnetz kostet derzeit unter Vorwahl der Netzkennzahl 01090… 2,31 €/Minute.
VORSICHT! Bei Verwendung des Netzes der Deutschen Telekom ohne Vorwahl einer geeigneten Netzkennzahl kostet die Minute 4,65 €. Für den Angerufenen ist der Anruf gratis.

Globalstar:

Globalstar ist derzeit nicht voll einsatzbereit .

Thuraya:

Thuraya  ist ein kostengünstiger Anbieter mit 2 geostationären Satelliten, welche 140 Länder abdecken ( Europa/Afrika / Asien ) und deren Küstenregionen.  Wie bei Inmarsat auch könnten Schluchten und  Hochhäuser  den Empfang behindern, da die freie „Sicht“ zum Satelliten bestehen muss.

Inmarsat:

Inmarsat betreibt 3 geostationäre Satelliten in 36.000km Höhe und verfügt über weltweite Abdeckung ausgenommen der Pole, ist vergleichsweise günstig und wird im nautischen Bereich bevorzugt eingesetzt. Derzeit verfügt es über die höchste Datenübermittlungsrate. Die Anschaffungskosten betragen 800.- bis 1300.-EUR. Die Gesprächskosten betragen ca. 1 Eur pro.

Thuraya und Inmarsat verfügen über Satsleeves, welche mit dem Smartphone gekoppelt werden können. Somit wird dieses zu einem Satellitentelefon. Wir empfehlen dieses jedoch nur eingeschränkt, da die Akkulaufzeit eines richtigen Satellitentelefons weitaus höher ist, als die eines Smartphones, welches an einen Sleeve gekpoppelt ist. Ausserdem sind die meisten Satellitentelefone stoßfest und spritzwassergeschützt. Anrufe auf das Isat Phone von Inmarsat kosten mit Call by Call Vorwahl oder über Skype ca 1EUR pro Minute.

FAZIT:

Für den Bootsportler sind derzeit Inmarsat und Iridium die besten Systeme.

Inmarsat ist günstiger und hat eine höhere Datenübertragungsrate, während das teurere Iridium eine größere Abdeckung hat.